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ACK

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Lübeck

Aktuelle Meldungen

Wort zum Jahreswechsel

„Suche Frieden und jage ihm nach!“

(27.12.2018) 

And so this is Christmas and what have we done?
Another year over, a new one just begun.
A very merry Christmas and a Happy New Year!
Let’s hope it’s a good one, without any fear.
War is over, if you want it…

Und jetzt ist Weihnachten, und was haben wir unternommen?
Wieder ein Jahr vorbei, ein neues hat gerade begonnen.
Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!
Lasst uns hoffen, dass es ein gutes ist, ohne jede Angst.
Der Krieg ist aus, wenn Ihr es wollt…



1971 schrieb Ex-Beatle John Lennon diesen Song.
„WAR IS OVER – if you want it“. Schon im Dezember 1969 hatten Lennon und seine Frau Yoko Ono diesen Slogan in vielen Großstädten der Welt auf Plakatwände drucken lassen. „DER KRIEG IST AUS“ stand da in Riesenbuchstaben, „wenn Ihr es wollt“ ganz klein darunter. Kann Kunst die Welt verändern? Sicher nicht unmittelbar, aber Kunst kann den Spiegel vorhalten, vermeintlich Gesichertes in Frage stellen, irritieren, verwirren, und damit neue Ideen freisetzen.
DER KRIEG IST AUS – was wäre das für eine Nachricht: in Jerusalem, in Kiew, in Damaskus und Aleppo, in Ankara, in Bagdad, in Sanaa, im Sudan, in Nord-Myanmar,– und an den vielen Orten der Welt, deren Kriege wir nur nicht „auf dem Schirm“ haben!
Wie viel schöner noch wäre die Welt, wenn Minderheiten respektiert würden, wenn Menschen einander ohne Angst begegnen könnten, wenn alle genug zum Leben hätten! Wenn die Weltgemeinschaft sich „nur“ um die Opfer von Naturkatastrophen kümmern müsste!
DER KRIEG IST AUS – wenn Ihr es wollt! Ist das nur die paradoxe Intervention eines spleenigen und nicht-religiösen Künstlers?

Gut, dann setze ich nochmal an – mit der biblischen Jahreslosung für das Jahr 2019.
„Suche Frieden und jage ihm nach!“ heißt es in Psalm 34, 15. Das klingt nicht sehr anders, allerdings ist hier nicht vom „Wollen“ die Rede… Für gläubige Menschen ist die Suche nach Frieden ein Gebot Gottes. Nicht nur eine unverbindliche Einladung, sondern eine Aufgabe!

Jahreswechsel sind Zeiten zum Innehalten.
Was habe ich 2018 zum Frieden beigetragen? Wo war ich Friedensstifterin, Friedensstifter? Wenn Dir solche Momente einfallen: sei dankbar dafür und sei auch ein bisschen stolz auf Dich!
Wie schaut’s aus in Deinem Umfeld: wo gibt es immer wieder Zank und Streit? Woran bist Du gar direkt beteiligt? Was kannst Du ändern? Wen kannst Du als Vermittler anfragen? Wo solltest Du Dich einmischen? Was soll 2019 anders werden?

Viele Menschen haben es lieber, wenn sie freundlich zum Mitmachen eingeladen werden. Oder wenn biblische Merk-Sätze eine Verheißung enthalten. Die Jahreslosung 2019, die übrigens schon vor drei Jahren festgelegt wurde, kommt etwas zupackender daher. „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Ohne Wenn und Aber.
Jedoch: es ist ein biblischer Satz – und damit eben doch verheißungsvoll. Frieden ist möglich, bedeutet er. Wenn Du meinst, dass Du mit Deiner Friedensfähigkeit am Ende bist, dann ist Gott noch lange nicht am Ende. Lass dich verwandeln von Gott, der Frieden schenkt. In der Stille, im Gebet, in der Meditation. Bitte Gott, Dich mit Frieden zu erfüllen.
Und danach geh hin und trag ihn dahin, wo noch Unfrieden herrscht.
Friede ist möglich, denn Gott ist der Friede.

Ich wünsche uns allen ein friedvolles Neues Jahr 2019!

Herzliche Grüße,
Ihre Pröpstin Petra Kallies

Quelle: www.ack-luebeck.de